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Das Weibchen der Tüpfelhyäne hat einen Phallus

Sie uriniert, paart sich und gebiert durch dasselbe Organ.

Das Weibchen der Tüpfelhyäne hat einen Phallus
Foto: Charles J. Sharp · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Das Weibchen der Tüpfelhyäne hat eine vergrößerte Klitoris von etwa siebzehn Zentimetern, äußerlich vom Penis des Männchens kaum zu unterscheiden, und einen verwachsenen Scheinhodensack. Eine äußere Scheidenöffnung hat sie nicht. Urinieren, Begattung und Geburt geschehen sämtlich durch den Phallus.

Das macht die Paarung ohne ihre Mitwirkung physisch unmöglich — mit Gewalt erreicht das Männchen nichts — und es macht die erste Geburt gefährlich: der Kanal reißt, und ein erheblicher Teil der Erstgeborenen überlebt nicht. Tüpfelhyänen-Clans sind weiblich dominiert, und die Anatomie gilt als Nebenwirkung der damit einhergehenden Androgenspiegel.

Quellen

Frank et al., Journal of Zoology (1990); Glickman et al., PNAS (2006)

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Allgemeine Information, keine medizinische Beratung. Was anhält oder wehtut, gehört zu einer Ärztin oder einem Arzt — dort ist es nichts Neues.