Die Orgasmuslücke ist real, und es geht nicht um Anatomie
Zwischen Frauen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen schließt sie sich fast ganz.
In einer Befragung von 52.588 Erwachsenen gaben 95 Prozent der heterosexuellen Männer an, mit einer vertrauten Partnerin meist oder immer zum Orgasmus zu kommen. Heterosexuelle Frauen nannten 65 Prozent. Diese Lücke von dreißig Punkten ist der am häufigsten zitierte Befund und wird meist damit erklärt, dass Körper unterschiedlich funktionieren.
Dieselbe Studie ist der Grund, warum diese Erklärung scheitert. Lesbische Frauen nannten 86 Prozent — einundzwanzig Punkte über heterosexuellen Frauen, bei gleicher Anatomie. Was die Gruppen trennte, war Verhalten: die Gruppen mit mehr Orgasmen berichteten von mehr manueller und oraler Stimulation, mehr Zeit und offenerer Kommunikation darüber, was sie wollten.