Homosexualität war bis 1973 eine psychische Krankheit
Die Abstimmung, die das änderte, entschied Evidenz, um die niemand gebeten hatte.
Sie stand im Diagnosehandbuch der amerikanischen psychiatrischen Vereinigung als soziopathische Persönlichkeitsstörung. Die Forschung, die das kippte, stammte aus den 1950er-Jahren von der Psychologin Evelyn Hooker, die gematchten Gruppen homosexueller und heterosexueller Männer Persönlichkeitstests gab und Fachleute bat zu bestimmen, wer wer war. Die Beurteilenden schnitten nicht besser ab als der Zufall.
Die APA strich sie 1973. Die WHO folgte erst 1990 — am 17. Mai, einem Datum, das heute jährlich begangen wird. In Deutschland wurde der Paragraf 175 erst 1994 vollständig gestrichen.