Das Weibchen der Tüpfelhyäne hat eine vergrößerte Klitoris von etwa siebzehn Zentimetern, äußerlich vom Penis des Männchens kaum zu unterscheiden, und einen verwachsenen Scheinhodensack. Eine äußere Scheidenöffnung hat sie nicht. Urinieren, Begattung und Geburt geschehen sämtlich durch den Phallus.
Das macht die Paarung ohne ihre Mitwirkung physisch unmöglich — mit Gewalt erreicht das Männchen nichts — und es macht die erste Geburt gefährlich: der Kanal reißt, und ein erheblicher Teil der Erstgeborenen überlebt nicht. Tüpfelhyänen-Clans sind weiblich dominiert, und die Anatomie gilt als Nebenwirkung der damit einhergehenden Androgenspiegel.