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Das Seepferdchen-Männchen ist schwanger, im vollen Sinne

Nicht nur getragene Eier — eine echte Plazenta und echte Wehen.

Das Seepferdchen-Männchen ist schwanger, im vollen Sinne
Foto: Hans Hillewaert · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Das Weibchen legt seine Eier in eine Tasche am Bauch des Männchens und schwimmt davon. Was dann folgt, ist keine Lagerung. Das Gewebe der Tasche bildet eine plazentaähnliche Struktur, die Sauerstoff und Nährstoffe liefert, den Salzgehalt reguliert und Abfallstoffe abtransportiert. Das Immunsystem des Männchens unterdrückt sich selbst, damit es die Embryonen nicht abstößt — genau wie eine Säugetierschwangerschaft.

Nach zwei bis vier Wochen setzen Wehen ein, mit Muskelkontraktionen, die Stunden dauern können, und er presst bis zu zweitausend fertige Junge heraus. Seepferdchen sind die einzigen bekannten Tiere, bei denen das Männchen nach jeder biologischen Definition des Wortes schwanger ist.

Quellen

Stölting & Wilson, BioEssays (2007); Whittington et al., Molecular Biology and Evolution (2015)

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Allgemeine Information, keine medizinische Beratung. Was anhält oder wehtut, gehört zu einer Ärztin oder einem Arzt — dort ist es nichts Neues.